KARL-MAY-FILME


Freispruch für Old Shatterhand


TitelFreispruch für Old Shatterhand
Erscheinungsjahr1965
RegieHans Heinrich
DrehbuchHellmut Kotschenreuther
MusikF. H. Heddenhausen
Martin Böttcher
Riz Ortolani
TonErwin Schänzle
KameraGünter Knuth
SchnittC. O. Bartning
GesamtleitungArtur Brauner
Film35 mm, sw
Länge61 Minuten
FSK:-

Darsteller


Karl MayFriedrich G. Beckhaus
Anwalt MaysGuenter Hanke
Rudolf LebiusToni Herbert
Anwalt von LebiusGerhard Schinschke
RichterWalter Janssen
PriegelPeter Schiff
 u.v.a

Inhalt

Karl May steht mal wieder vor Gericht. Dieses Mal verklagt er den Verleger Rudolf Lebius, da dieser ihn verleumdet und als geborenen Verbrecher bezeichnet hatte. In der Verhandlung muss Lebius diese Aussagen beweisen. Sein Rechtsanwalt erzählt aus Karl Mays Leben.

Mays erste Straftat, die Entwendung einiger Talgreste, wird vom Gericht noch als Bagatelle bewertet. Doch schon die nächste Tat, den Diebstahl einer Uhr, sieht der Angeklagte schon als Beweis von Mays verbrecherischem Charakter.

Lebius und sein Anwalt

In dieser Weise wird die Dokumentation fortgesetzt. Die Schilderungen von Lebius Anwalt werden mit Szenen aus Mays früherem Leben und Zitaten aus Mays Werk "Ich" untermalt. Auch Szenen aus den CCC-Filmen "Old Shatterhand" und "Der Schut" sind eingebunden, um Karl Mays Phantasie zu unterstreichen.

Am Ende wird Mays Klage abgewiesen. Doch in einem abschließenden Gespräch beider Anwälte unter vier Augen wird May moralisch freigesprochen. Sogar der Anwalt von Lebius gibt zu, dass er May lese und den Prozess nicht richtig fand.

May im Gefängnis May im Gefängnis May und seine Bande


Bemerkungen

Das Dokumentarspiel schildert Karl Mays Leben und Prozesse. Es wurde von der CCC auf dem Höhepunkt der Karl-May-Welle produziert, um für deren Filme zu werben. Als Traumsequenzen sind Szenen aus "Old Shatterhand" und "Der Schut" reingeschnitten.


Fazit

Eine sehr gelungene Produktion. Man sieht Karl Mays Leben aus seiner Sicht, untermalt mit Szenen der CCC-Filme, die ein Zeichen für Mays Traumwelt darstellen.

Am Ende wird Karl May juristisch zwar verurteilt (bzw. seine Klage wird abgewiesen), aber moralisch erhält er Recht.

Kleine Anmerkung am Rande: Am Ende lässt sich ein jugendlicher Fan ein Autogramm in ein Buch Karl Mays geben. Leider handelt es sich dabei um die Bambergsche Jubiläumsausgabe, die erst 1962 veröffentlicht wurde. Ein kleiner Filmfehler der CCC.

(bk)